Leutenbach

Leutenbach mit Dietzhof liegt im Ehrenbachtal am Fuß des Walberla und zwischen Feldern, Wiesen und Obstgärten. Während der Woche führt das Dorf ein beschauliches Dasein. An den Wochenenden ziehen gut ausge-
baute Wanderwege und eine gepflegte Gastronomie die Besucher an.
Eine Gründungsurkunde oder das Entstehungsjahr sind nicht über-
liefert. Die Siedlung wurde aber mit Sicherheit vor dem Jahr 1000 gegründet. Wahrscheinlich war sie im Besitz der Edelfreien von Ludunbach, die ihren Ansitz oberhalb der St. Moritz-Kapelle auf dem Burgstein hatten. Darauf weist auch ein Burggraben hin, der noch heute deutlich sichtbar ist.
In Leutenbach und Dietzhof leben zur Zeit ca, 950 Einwohner in 250 Anwesen. Im Rahmen der Gebietsreform im Jahr 1978 wurden der vergrößerten Gemeinde Leutenbach die bisherigen Gemeinden Mittelehrenbach und Oberehrenbach
mit den Ortschaften Ortspitz und Seidmar eingegliedert. Sie bilden zusammen mit Kirchehrenbach und Weilersbach die Verwaltungsgemeinschaft Kirchehrenbach.
Die katholische Pfarrkirche St. Jakobus überragt den Ort und ist weithin sichtbar. Der heutige Bau stammt aus den Jahren 1885/86 und ist im neugotischen Stil errichtet. Der Turm mit seinen Schwachtürmchen ist älter und gehörte schon zum Vorgängerbau, möglicherweise zu einer gotischen Wehrkirche aus dem 15. Jahrhundert. Der Innenraum der Kirche ist sehr einheitlich neugotisch. Der Chor ist im Westen angeordnet.

Leutenbach ist heute ein fortschrittlicher Ort. Schmucke Anwesen mit gepflegten Gärten stehen entlang der Straßen. Drei Gastwirtschaften (davon 2 Brauereigasthöfe) sorgen für Vielfalt und bieten modern eingerichtete Fremdenzimmer an. Hinzu kommen Ferienwohnungen mit urlauberfreundlichen Preisen. Arbeitsplätze bieten zur Zeit noch eine Metzgerei, ein Getränkemarkt, ein Maurermeisterbetrieb und ein Flasch-
ner- und Installationsbetrieb.
Auf Anregung der Familie von Pölnitz und mit der Unterstützung durch den Caritasverband Bamberg konnte 1952 das "Haus Monika" als Schwesternheim mit angeschlossenem Kindergarten errichtet werden. Ab 1958 diente es als Müttererholungsheim, das erste seiner Art in Deutschland. Im Jahr 2002 verkaufte der Caritasverband das Gebäude an den Emmauskreis e.V.